Cadmium in Pinienkernen
Kein Risiko für Verbraucher, da nur geringe Mengen der Ölsamen verzehrt werden.
(aid) – Pinienkerne können mit dem giftigen Schwermetall Cadmium verunreinigt sein. Das haben Untersuchungen durch die Lebensmittelüberwachung und die Europäische Vereinigung des Handels mit Trockenfrüchten, kurz Frucom, ergeben.
Dennoch schätzt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) den Verzehr als unbedenklich ein, da in der Regel nur sehr geringe Mengen der Ölsamen verzehrt werden. Zudem stehen Pinienkerne nur bei weniger als einem Prozent der deutschen Bevölkerung regelmäßig auf dem Speiseplan. Die untersuchten Proben enthielten im Mittel 0,19 Milligramm Cadmium pro Kilogramm Frischgewicht. Das ist deutlich mehr als der gesetzlich festgelegte Grenzwert für Obst und Schalenobst von 0,05 Milligramm pro Kilogramm.
Da über die Nahrung aufgenommenes Cadmium die Nieren schädigen kann, hat die Weltgesundheitsorganisation eine vorläufige duldbare wöchentliche Aufnahmemenge (PTWI) von 0,007 Milligramm je Kilogramm Körpergewicht festgelegt. Ein 60 Kilogramm schwerer Erwachsener könnte demnach 0,42 Milligramm des Schwermetalls pro Woche ein Leben lang ohne Risiko aufnehmen. Selbst bei einem wöchentlichen Verzehr von fünf Gramm hoch belasteter Pinienkerne liegt die Ausschöpfung des PTWI lediglich bei 0,65 Prozent, rechnet das BfR vor.
Die Samen der Mittelmeerkiefer schmecken süßlich bis leicht nach Mandeln und sind als Knabberartikel beliebt. In der mediterranen Küche verfeinern sie Salate und Kuchen.
Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Stellungnahme Nr. 042/2007
Quelle:
was-wir-essen.de, Newsletter Nr. 23 vom 14.11.2007
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