Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen nimmt weltweit zu
Im Vergleich zum Vorjahr wurde 2009 7 % mehr gentechnisch veränderten Pflanzen angebaut

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aid infodienst e.V.
(aid) – Im Jahr 2009 haben Landwirte in 25 Ländern auf einer Fläche von 134 Millionen Hektar gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut. Das entspricht einem Zuwachs von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr, informiert die Agro-Biotechnologie- Agentur ISAAA (International Service for the Acquisition of Agri-biotech Applications) in ihrem Jahresbericht. Besonders deutlich haben die Anbauflächen in Burkina Faso, Brasilien und Südafrika zugenommen. Rund um den Globus sind es 14 Millionen Landwirte, überwiegend Kleinbauern in Entwicklungsländern, die gentechnisch veränderte (gv) Pflanzen nutzen. Die wichtigsten Kulturarten sind Soja, Mais, Baumwolle und Raps. Bei Sojabohnen zum Beispiel stieg die Anbaufläche von gv-Pflanzen auf 69 Millionen Hektar, sodass inzwischen 77 Prozent der Welterzeugung mit gentechnisch veränderten Sorten erzielt werden.
Im Gegensatz dazu ist der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen in der Europäischen Union seit 2007 rückläufig. Bei Mais wird in der praktischen Landwirtschaft eine Variante genutzt, in die ein Gen des Bakteriums Bacillus thuringiensis eingeschleust wurde. Der sogenannte Bt-Mais produziert infolge dieses Gens einen Wirkstoff (Bt-Toxin) gegen einen wichtigen Schädling, den Maiszünsler. Spanien hat mit rund 76.000 von insgesamt 95.000 Hektar in der EU die weitaus größten Anbauflächen für Bt-Mais. In Frankreich und Deutschland war der Anbau im Jahr 2009 verboten.
Quelle: International Service for the Acquisition of Agri-Biotech Applications (ISAAA), Zusammenfassung „Weltweite Verbreitung gentechnisch veränderter Pflanzen 2009“ (Bericht 41)
Mehr Infos zum Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen finden Sie auf http://www.transgen.de/anbau/eu_international/531.doku.html
Mehr über Gentechnik erfahren Sie in der Rubrik „Verbraucherschutz“ .
Quelle:
was-wir-essen.de, Newsletter Nr. 5 vom 10.03.2010
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