Schülerinnen und Schüler isolieren Gene aus Obst und Gemüse
Befinden sich Gene in Obst und Gemüse? Wie kann die Erbsubstanz DNA aus Zellen isoliert werden, und wie lassen sich Erkrankungen mit Hilfe der Molekularbiologie erkennen und behandeln? Zu diesen Fragen können Schülerinnen und Schüler saarländischer Gymnasien seit Herbst letzten Jahres an der Medizinischen Fakultät in Homburg selbst experimentieren.
Das Kompetenzzentrum Molekulare Medizin (KoMM) der Universität des Saarlandes bietet unter der Leitung von Prof. Dr. Richard Zimmermann (Medizinische Biochemie und Molekularbiologie, Homburg) im Forschungsgebäude auf dem Campus Homburg molekularbiologische Praktika an. Interessierte Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe können dabei pipettieren, extrahieren und zentrifugieren.
So lernen sie beispielsweise, wie DNA mit ganz einfachen Mitteln (Spülmittel und Salz) aus Tomaten, Paprika oder Bananen isoliert werden kann. Die gesamte DNA aus einer solchen Frucht ist mit dem bloßen Auge sichtbar. Sie setzt sich aus vielen einzelnen Genen zusammen. Für die Aufklärung von Krankheiten werden einzelne Gene benötigt. Im KoMM-Schülerpraktikum schneiden und vermehren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Gen, das bei der Entstehung von Prostatakrebs eine Rolle spielt und bekommen so neben rein methodischer Ausbildung auch einen Einblick in ein aktuelles Forschungsgebiet am Universitätsklinikum des Saarlandes.
Die mehr als 100 Schülerinnen und Schüler von sieben saarländischen Gymnasien, die das Praktikum bisher absolviert haben, bewerteten es äußerst positiv. Sie schätzten insbesondere die gute Betreuung und Ausstattung sowie den Blick „hinter die Kulissen“. Eine Schülergruppe, die für die Biologieolympiade trainiert, bezeichnete das KoMM-Praktikum sogar als „bestes Praktikum der Olympiade-Vorbereitung“.
Derzeit liegen bereits Anmeldungen für September/Oktober 2008 vor. Weitere Anmeldungen werden gerne entgegengenommen. Nähere Informationen gibt es unter dem Menüpunkt „Angebote“ auf der KoMM-Homepage: http://www.uni-saarland.de/komm
Quelle:
Universität Saarland, Pressemitteilung vom 19-03-2008
Weitere Informationen:
Bookmark speichern:
Speichern Sie diese Seite als digitales Lesezeichen.
Klicken sie einfach auf eines der Symbole, um diese Seite als Bookmark zu hinterlegen:
Hinweis: Durch Klicken auf eines der Symbole verlassen Sie die Seite www.talkingfood.de
Hinweis: Die hier dokumentierten Pressemitteilungen geben nicht in jedem Fall die Meinung des aid infodienstes, Bonn wieder.




