Rote Ampel für Schwarze Schafe
Mit einer Restaurant-Ampel sollen Verbraucher künftig direkt erkennen können, ob die Hygienevorschriften eingehalten werden.
Die Verbraucherzentrale NRW begrüßt den Beschluss der Verbraucherschutzministerkonferenz, schwarze Schafe bei der Lebensmittelhygiene künftig mit einer roten Ampel zu kennzeichnen: „Verbraucher können damit auf einen Blick an der Tür zum Restaurant erkennen, ob dort in Sachen Hygiene alles in Ordnung ist“, lobt NRW-Verbraucherzentralenvorstand Klaus Müller das Votum als einen wichtigen Schritt in Sachen transparente Verbraucherinformation: „Denn endlich wird der föderale Flickenteppich im Umgang mit den Kontrollergebnissen der Lebensmittelüberwachung durch eine bundesweit einheitliche Kennzeichnung abgelöst. Außerdem setzt die Hygiene-Ampel Lichtzeichen gegen Etikettenschwindel.“
Mit einer Restaurant-Ampel soll künftig die Transparenz für Verbraucher erhöht und der Wettbewerb unter den Unternehmen angekurbelt werden. „Wenn Verbraucherinnen und Verbraucher Informationen über die Arbeitsqualität von Lebensmittelunternehmen bekommen, kann dies Wettbewerb auslösen, der Verbrauchern und der Überwachung gleichermaßen hilft. Denn Kunden haben dann die Wahl, wessen Angebote sie nutzen wollen“, so Klaus Müller.
Als besonderes Plus stellt der NRW-Verbraucherzentralenvorstand heraus, dass die Restaurant-Ampel nicht nur für vorbildliche Hygiene, sondern auch für Ehrlichkeit bei der Kennzeichnung steht. Denn bei der amtlichen Betriebskontrolle werde auch geprüft, ob die Auszeichnung der Lebensmittel korrekt sei. „Eine Pizzeria mit grüner Ampel-Kennzeichnung bietet also keine Pizza Prosciutto mit Käseimitaten und Klebeschinken an, ohne dass dies auf der Speisekarte angegeben ist“, lobt er die Hygiene-Ampel als einen Wegweiser, der zudem Etikettenschwindel wirksam entgegenwirkt.
Klaus Müller zeigt sich darüber hinaus zuversichtlich, dass die Hygiene-Kennzeichnung eine Erfolgsgeschichte werden kann: „Was Dänemark bereits vor zehn Jahren mit der Smiley-Kennzeichnung für Restaurant-Betriebe vorbildlich umgesetzt hat, kann auch hierzulande funktionieren“, erklärt Klaus Müller, „Voraussetzung ist natürlich, dass Verbraucher wissen, was sich hinter dem Zeichen verbirgt und wie es zu lesen ist.“ Damit dies sichergestellt sei, bedürfe es einer breit angelegten Kampagne zur Verbraucherinformation.
Quelle:
Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, Presseinformation vom 20.5.2011
Weitere Informationen:
Bookmark speichern:
Speichern Sie diese Seite als digitales Lesezeichen.
Klicken sie einfach auf eines der Symbole, um diese Seite als Bookmark zu hinterlegen:
Hinweis: Durch Klicken auf eines der Symbole verlassen Sie die Seite www.talkingfood.de
Hinweis: Die hier dokumentierten Pressemitteilungen geben nicht in jedem Fall die Meinung des aid infodienstes, Bonn wieder.




