Gemüseernte 2011 so gut wie selten
Verbrauch noch unklar

Bildquelle:
(c) Maren Beßler / Pixelio - www.pixelio.de
(aid) - So viel Gemüse wie im Jahr 2011 wurde in Deutschland schon lange nicht mehr geerntet. Auf einer Fläche von rund 107.00 Hektar - so groß wie die Lüneburger Heide - wurde Gemüse aller Art angebaut. Und das noch mit einem überdurchschnittlichen Ertrag. Laut Statistischem Bundesamt wurden insgesamt 3,38 Millionen Tonnen geerntet. Das entspricht einem Zuwachs von etwa sieben Prozent gegenüber der sechsjährigen Durchschnittsmenge.
Wie viel davon aber auf dem Teller gelandet ist, weiß noch niemand. Denn im Zuge der EHEC-Krise konnten Teile der Gemüseernte 2011 nicht abgesetzt werden. Das betraf insbesondere Salate, Gurken und Tomaten, vor deren Verzehr vorsorglich gewarnt wurde. Zu Unrecht, wie sich später zum Leidwesen der Gemüsebauern herausstellte. Da dieses Ereignis mitten in die Haupterntezeit fiel, kann nur spekuliert werden, welche Mengen schon auf dem Feld vernichtet bzw. als Gründünger verwendet oder verfüttert wurden. Immerhin sind Tomaten der Deutschen liebstes Gemüse mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von fast 25 Kilogramm pro Jahr. Und auch die Salatgurke ist mit knapp 7 kg pro Kopf und Jahr auf Platz vier auf dieser Tabelle.
Verwertbare Zahlen wird es wahrscheinlich erst zum Abschluss des Wirtschaftsjahres (April bis März) im Sommer 2012 geben. Es bleibt zu hoffen, dass die Verbrauchszahlen in Deutschland wegen des mehrwöchigen Einbruchs des Gemüsemarkts im Frühsommer 2011 nicht weiter rückläufig sind.
Harald Seitz, www.aid.de
Quelle:
aid infodienst, aid-PresseInfo Nr. 3 vom 18.01.2012
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