Weltfrauentag und Ernährungssicherung
Der Beitrag der Frauen zur Nahrungsmittelproduktion beträgt in Afrika 80 Prozent

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(c) Lothar Henke/pixelio (www.pixelio.de)
(aid) - Dass die weltweite Produktion von Nahrungsmitteln zu einem großen Teil durch die Arbeit von Frauen geleistet wird, rückt seit einigen Jahren verstärkt in die Wahrnehmung von Politik, Wissenschaft und Gesellschaft. Die internationale Forschungs-Dachorganisation CGIAR (Consultative Group on International Agricultural Research) in Washington D.C. beziffert den Beitrag von Frauen zur Nahrungsmittelproduktion beispielsweise in Afrika auf 80 Prozent. Allerdings haben diese Frauen nur begrenzten Zugang zu Land und erhalten lediglich 5 Prozent der Beratungsleistung und nur 10 Prozent der vergebenen Kredite. Am 8. März ist Weltfrauentag - eine Gelegenheit darauf aufmerksam zu machen, welche Rolle Frauen in der weltweiten Ernährungssicherung spielen.
Positive Signale brachte die AWARD Studie des "Agricultural Research and Development Programme" von CGIAR hervor. Demnach stieg immerhin der Anteil an Frauen in der landwirtschaftlichen Forschung und höheren Bildungseinrichtungen zwischen 2000 und 2008 von 19 auf 24 Prozent. Afrikanische AWARD-Wissenschaftlerinnen nutzten im August 2009 den Besuch der US-Außenministerin Hillary Clinton in Kenya und riefen Führungskräfte und politische Entscheidungsträger dazu auf, das Thema "Frauen" in das Zentrum ihrer Bemühungen zu rücken. Mit dem Ziel, Armut zu bekämpfen und Ernährungssicherheit herzustellen. Die Wissenschaftlerinnen beklagten den Mangel an Frauen in entscheidungsrelevanten Positionen im Zusammenhang mit landwirtschaftlichen Entwicklungsfragen und forderten mehr Einfluss auf Prioritäten, Politikempfehlungen und Programme. Nur wenige landwirtschaftliche Projekte seien auf die spezifischen Bedürfnisse von Frauen ausgerichtet. Nur 14 Prozent der Führungspositionen im Bereich der landwirtschaftlichen Forschung und Entwicklung seien mit Frauen besetzt. Der "Weltfrauentag" genannte "Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden" wird weltweit von Frauenorganisationen begangen. Er entstand in der Zeit um den Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen.
aid, Friederike Eversheim
Quelle:
aid infodienst, aid PresseInfo Nr.: 9/10 vom 03.03.2010
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