Vogelgrippe - Erreger bei einer Wildente
Im Rahmen des Wildvogelmonitorings wurde bei einer am Starnberger See geschossenen Wildente der Erreger der Vogelgrippe (H5N1) festgestellt.

Bildquelle:
(c) Michael Büscher / Pixelio (www.pixelio.de)
Im Rahmen einer Jagd am 10. Januar am Starnberger See in Höhe Possenhofen wurden 35 Stockenten und 4 Kanadagänse im Flug erlegt. Die Tiere zeigten keinerlei Anzeichen einer Erkrankung. Anlass dieser Untersuchung war eine EU-weit abgestimmte Studie, das sogenannte Wildvogelmonitoring. Dabei werden im Rahmen der Jagd erlegte Tiere untersucht mit dem das Ziel, Aufschlüsse über die Verbreitung von H5N1-Viren in einer gesunden Wildvogelpopulation zu erhalten.
Das Veterinäramt Starnberg hat Tupferproben genommen und zur Untersuchung ans Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit geschickt. Das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigte nun im März das Ergebnis, dass eine Stockente dieser Jagd den hochpathogenen H5N1-Virus in sich getragen hat.
Nach Einschätzung der Experten des Landratsamtes, des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit und des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ist der Befund nicht überraschend. Wildvögel gelten als natürliches Virusreservoir für Influenzaviren. Einzelne positive Befunde im Rahmen des Wildvogelmonitorings sind auch weiterhin zu erwarten.
Es gibt keine Hinweise dafür, dass während der letzten acht Wochen hochpathogenes Virus über einen Wildvogel direkt oder indirekt in einen Geflügelbestand eingeschleppt oder von dort aus weiter übertragen worden ist. Aufgrund der übereinstimmenden fachlichen Einschätzung wird derzeit die Festlegung eines Sperrbezirks und eines Beobachtungsgebiets für nicht erforderlich gehalten. Diese Auffassung wird von der EU Kommission geteilt.
Für den Landkreis Starnberg ist es der erste positive Befund. Bei den 468 seit dem ersten Auftreten der Vogelgrippe in Deutschland im Januar 2006 eingesandten Proben aus dem Landkreis Starnberg ist dies der erste und einzige positive Befund. Auch die einige Tage später eingesandten Proben von 20 Wasservögeln waren wiederum allesamt negativ. Es gibt bisher keine Hinweise auf eine Verbreitung des Virus in der Wildvogelpopulation. Der positive Virusbefund stellt daher einen Einzel- und Zufallsbefund dar.
Sollten tote Wasservögel gefunden werden, so wird die Bevölkerung gebeten, dies dem Veterinäramt mitzuteilen.
Quelle:
Landratsamt Starnberg, Presse-Information vom 10.03.2009
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