Probiotische Milchprodukte: Schutz vor Durchfall
Studie zeigt, Risiko für Durchfallerkrankungen infolge von Antibiotikatherapie lässt sich durch die regelmäßige Einnahme von probiotischen Getränken während der Therapie senken.

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aid infodienst
(aid) – Winterzeit ist Erkältungszeit. Da lässt sich eine Behandlung mit Antiobiotika oft nicht vermeiden. Ihre unerwünschten Nebenwirkungen wie Durchfallerkrankungen können probiotische Lebensmittel vermindern. Dies ist das Ergebnis einer klinischen Studie der medizinischen Fakultät des Imperial College in London.
An der Untersuchung nahmen 113 meist ältere Krankenhauspatienten teil, die aufgrund von Operationen oder Infektionserkrankungen der Atemwege Antibiotika einnahmen. Eine Gruppe der Patienten erhielt zwei Mal täglich ein handelsübliches probiotisches Getränk mit lebenden Milchsäurebakterien (L. casei, L. bulgaricus, S. thermophilus). Die Placebogruppe nahm stattdessen einen Milchshake ohne Bakterien zu sich.
Während in der Placebogruppe jeder Dritte später an einer Durchfallerkrankung erkrankte, war es in der Probiotikagruppe nur jeder Achte. Dies lässt sich dadurch erklären, dass probiotische Bakterien die Darmflora unterstützen, sodass Antibiotika weniger Schäden anrichten können.
Ein besonders gefährlicher Durchfallerreger ist Clostridium difficile, der in der Vergangenheit sogar zu Todesfällen führte. Dieser wurde bei keinem Patienten der Probiotikagruppe, aber bei 17 Prozent der Teilnehmer der Placebogruppe nachgewiesen.
Damit die probiotischen Lebensmittel ihre Schutzwirkung optimal entfalten können, sollten sie bereits während der Antibiotikatherapie verzehrt werden allerdings nicht zeitgleich, sondern um drei bis vier Stunden zeitversetzt. Es ist empfehlenswert, sie auch nach Beendigung der Antibiotikatherapie mindestens noch eine Woche weiter zu verzehren.
Quelle: British Medical Journal 335 (7610), 80ff., 2007
Quelle:
was-wir-essen.de, Newsletter Nr. 1 vom 02.01.2008
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