Nutztiere: Globaler Aktionsplan soll Rassen-Vielfalt erhalten
Auf internationaler Konferenz verpflichten sich 109 Länder das Aussterben von Nutztier-Rassen zu verhindern.

Bildquelle:
aid infodienst
(aid) – Rund ein Fünftel aller Nutztier-Rassen sind weltweit vom Aussterben bedroht. Dies geht aus einem Bericht der UNO-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) hervor. Um die genetische Vielfalt zu erhalten, wurde nun auf Initiative der FAO ein Globaler Aktionsplan ins Leben gerufen.
Während der ersten internationalen Konferenz zum Erhalt der Nutztiervielfalt im Schweizer Ort Interlaken verpflichteten sich insgesamt 109 Länder, das Aussterben der Rassen zu verhindern und die vorhandenen genetischen Ressourcen bestandserhaltend zu nutzen, zu entwickeln und zu schonen. Die Organisatoren sehen darin einen Meilenstein bei den internationalen Bemühungen, mit den tiergenetischen Ressourcen vernünftig umzugehen.
Laut FAO-Bericht ist in den letzten sieben Jahren monatlich eine Rasse ausgestorben. Die weltweite Nachfrage nach Fleisch, Milch und Eiern lasse die Massenproduktion enorm wachsen. Die modernen Hochleistungsrassen verdrängen jedoch viele lokale Züchtungen. So machen heute weltweit nur etwa 15 Tierrassen 90 Prozent aller Nutztiere aus. Bei der Umsetzung des Aktionsplans sind laut FAO nun viele Interessenvertreter unter anderem aus Politik und Wissenschaft gefragt.
Quellen: Pressemitteilung der Food and agriculture organization of the united nations (FAO) vom 11.09.2007 (englisch); Pressemitteilung des Landwirtschaftlichen Informationsdienst (LID), CH-Bern vom 03.09.2007; Pressemitteilung von „sueddeutsche.de“ vom 10.09.2007
Quelle:
was-wir-essen.de, Newsletter Nr. 19 vom 19.09.2007
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