Hohe Transparenzerwartungen an Lebensmittelbranche
Beschwerdeflut beim Internetportal lebensmittelklarheit.de - Transparenz-Studie liefert Details über Transparenzforderungen der Verbraucher

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(c) Gabi Schoenemann / Pixelio - www.pixelio.de
Die ersten drei Monate des Internetportals lebensmittelklarheit.de hatten es in sich: Mehr als 3.500 Beschwerden sind bei den Betreibern des Projekts eingegangen. Am morgigen Donnerstag will die Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) eine 100-Tage-Bilanz des von ihrem Ministerium geförderten Portals ziehen. Auf der Internetseite können Verbraucher Lebensmittel melden, deren Kennzeichnung und Aufmachung sie in die Irre geführt haben.
Lebensmittelbranche steht im Fokus der Verbraucher
Von keiner Branche fordern Verbraucher mehr Offenheit ein als von der Lebensmittelbranche. Das zeigt die erste deutsche Transparenz-Studie von Klenk & Hoursch, für die 3.000 Personen repräsentativ befragt wurden. 91 Prozent der Konsumenten betrachten Transparenz in der Lebensmittelbranche für wichtig bis sehr wichtig. Damit führt sie das Branchen-Ranking vor Märkten wie Energie, Pharma oder Banken klar an ( http://tiny.cc/cc50f). "Das Bedürfnis nach transparenten Informationen ist enorm hoch. Die Lebensmittelbranche steht hier ganz besonders unter Handlungsdruck", sagt Dr. Volker Klenk, Managing Partner der Klenk & Hoursch AG.
Was Verbraucher wissen wollen
Was aber wollen die Verbraucher genau wissen von den Lebensmittelherstellern? Die Transparenz-Studie liefert ein Ranking über die 20 wichtigsten Themen, zu denen die Unternehmen unbedingt aufklären müssen. Rund 83 Prozent der Verbraucher fordern transparente Kommunikation zu Inhaltsstoffen, gefolgt von Produktrisiken (82 Prozent) oder Produktionsbedingungen (76 Prozent). Auch nachvollziehbare Informationen zu Umweltschutzbemühungen (76 Prozent) sind den Konsumenten wichtig. Informationen über Beteiligungsverhältnisse (46 Prozent) oder Gewinn und Umsatz (44 Prozent) sind dagegen weit weniger relevant für die Verbraucher.
Über die Studie
Die Klenk & Hoursch Transparenz-Studie 2011 ist die erste substanzielle Untersuchung zu offener und transparenter Kommunikation von Unternehmen in Deutschland. Für die Studie wurden insgesamt 3.000 Personen zwischen 14 und 69 Jahren bevölkerungsrepräsentativ befragt. Die Erhebung fand im Rahmen von Online-Interviews statt, die vom 21. bis 26. April 2011 vom Marktforschungsinstitut Innofact AG durchgeführt wurden.
Quelle:
Klenk u. Hoursch AG, Pressemitteilung vom 26.10.2011
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