Bio-Lebensmittel: Deutschland weiterhin auf Importe angewiesen
Besonders hoch sind die Importraten bei ganzjährig erhältlichem Fruchtgemüse wie Tomaten und Paprika.

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(c) Maren Beßler / Pixelio - www.pixelio.de
(aid) – Bei vielen Bio-Produkten ist Deutschland auf Importe angewiesen. So werden 80 % der im Handel erhältlichen Bio-Tomaten und 90 % der Bio-Paprika im Ausland produziert. Das ist ein Resultat einer Untersuchung der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) und des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL). In die Auswertung gingen unter anderem Befragungen der Importeure und Außenhandelsstatistiken ein. Beim Bio-Gemüse sind Möhren das absatzstärkste Produkt.
Da die einzelnen Betriebe ihre Anbauflächen nicht mehr vergrößern können, muss Deutschland 48 % der Bio-Möhren aus Ländern wie den Niederlanden einführen. Besonders hoch sind die Importraten bei ganzjährig erhältlichem Fruchtgemüse wie Tomaten und Paprika. Lieferländer sind etwa Spanien, Italien und Israel.
Beim Bio-Obst haben Bio-Äpfel und Bio-Bananen die größte Bedeutung. Im Wirtschaftsjahr 2009/2010 wurde immerhin noch die Hälfte der Bio-Äpfel aus Italien und anderen Ländern eingeführt. Seitdem ist die Anbaufläche in Deutschland aber ausgeweitet worden, sodass der Anteil inzwischen vermutlich geringer ist.
Nur 15 % des Getreides werden importiert, aber 24 % der Hülsenfrüchte. Die Einfuhr von Bio-Soja ist mit 76 % am höchsten, da der Anbau in Deutschland aufgrund der klimatischen Bedingungen schwer zu realisieren ist.
Heike Kreutz, aid
Quelle: Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI), Pressemeldung vom 1. Dezember 2011 und Schlussbericht in Organic Eprints
Quelle:
was-wir-essen.de, Newsletter Nr. 25 vom 14.12.2011
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