Bayerische Kommunen setzen Signal gegen Grüne Gentechnik
Gemeinsames Logo "Gentechnikfreie Kommune" stärkt Initiative

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aid
Bayern soll selbst über den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen entscheiden können. Dies unterstützen auch zahlreiche Kommunen im Freistaat. Dr. Markus Söder, Umweltminister, verlieh ihnen heute in Nürnberg das Logo "Gentechnikanbaufreie Kommune". "Die zahlreichen freiwilligen Initiativen in bayerischen Gemeinden, Städten und Landkreisen setzen ein wichtiges Signal für ein gentechnikanbaufreies Bayern", so Söder. Rund 100 bayerische Kommunen haben einen Beschluss gefasst, auf eigenen Flächen keine gentechnisch veränderten Pflanzen anbauen zu wollen. Künftig können diese Kommunen unter einem einheitlichen Logo auftreten, um als gemeinsame Initiative verstärkt in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden. 32 Kommunen aus Nordbayern erhalten heute das Logo und eine Urkunde. Die gentechnikanbaufreien Kommunen in Südbayern werden gesondert ausgezeichnet.
In Bayern gab es im vergangenen Jahr erstmals seit 1993 keine Freisetzung von gentechnisch veränderten Pflanzen. " Jetzt müssen wir sicherstellen, dass Bayern dauerhaft gentechnikanbaufrei bleiben kann", so Söder. Der Bund müsse dazu das Recht, eigenständig Abstände zwischen Feldern mit und ohne Gentechnik festlegen zu können, auf die Länder übertragen. Dies sei im Koalitionsvertrag vereinbart worden. Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen ist laut Söder mit dem Erhalt der kleinteiligen Landwirtschaft sowie der Vielzahl naturnaher und sensibler Lebensräume in Bayern nicht vereinbar. Die bislang verfügbaren, gentechnisch veränderten Pflanzen böten keinen Mehrwert für bayerische Landwirte. Stattdessen drohe die Landwirtschaft von globalen Saatgutherstellern abhängig zu werden. Zudem seien Umweltrisiken und wirtschaftliche Risiken der Grünen Gentechnik nicht ausreichend geklärt.
Quelle:
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit, Pressemitteilung Nr. 63/11 vom 04.05.2011
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